Friedensandacht

„Soweit es auf euch ankommt, lebt mit allen Menschen in Gottes Frieden.“

Römer 12, 18 Übersetzung in gerechter Sprache

Person füllt Erde in einen bemalten Blumentopf beim Umtopfen einer Pflanze, gelbe Gartenhandschuhe und Schaufel liegen bereit

Ein neues Jahr hat begonnen,

verbunden sind damit Hoffnungen und Wünsche,

Befürchtungen und Ängste.

Wie wird das Jahr werden?

Was wird uns erwarten?

Manche Menschen nehmen sich ganz bewusst nach dem Trubel der Advents- und Weihnachtstage Zeit, um im Januar zur Ruhe zu kommen.

Der Terminkalender ist meist nicht so dicht gedrängt,

das Wetter lädt eher dazu ein zu Hause zu bleiben.

Zeit die Buchgeschenke zu lesen und sich Gedanken zu machen, wie wir das vor uns liegende Jahr gestalten könnten.

Urlaubspläne schmieden,

Kontakte pflegen,

Neues ausprobieren.

Neues Jahr,

neue Ideen,

neue Möglichkeiten.

Darauf hoffen wir Menschen immer wieder. Auch wenn wir wissen wir tragen die Vergangenheit weiter in uns, sie beeinflusst unser Denken und Handeln.


Neues ausprobieren:

„Soweit es auf euch ankommt, lebt mit allen Menschen in Gottes Frieden.“,

schreibt Paulus im 12. Kapitel des Römerbriefs. Hintergrund ist die Frage wie gehen Christen miteinander um.

Neues ausprobieren – da könnte dieser eine Vers eine gute Leitlinie sein.

Frieden leben.

Frieden breitet sich aus wo wir ihn wachsen lassen, er will, so wie jedes Saatgut, gesät, gehegt und gepflegt werden. Sonst wird der Acker nicht grün und die Arbeit war vergeblich. Gärtner*innen beginnen im Januar mit der Garten- und Aussaatplanung, um ihre Vorstellung eines wunderbaren, einzigartigen Gartens in die Realität zu transferieren.

Sie wissen auch, letztendlich können sie das Wachstum der Pflanzen nicht „machen“. Sie können beste Voraussetzungen schaffen, aber ob tatsächlich das Saatgut aufgeht, hängt von vielen Faktoren ab und letztendlich ist die Gärtner*in darauf angewiesen, dass die Kräfte zusammenwirken.

Zeit also eine Vision für den Frieden zu entwickeln.

Frieden zu planen. Zeit für Hege und Pflege einzuplanen. Direkt in meinem Umfeld.

Damit er keimen, wachsen und sich ausbreiten kann.

Keine leichte Arbeit angesichts der aktuellen Weltlage, feindseliger Stimmungen in social media, dem Gezerre um Bürger*innengeld und Generationengerechtigkeit, Klimawandel, Hunger, um nur einige zu nennen.

„Soweit es auf euch ankommt, lebt mit allen Menschen in Gottes Frieden.“

Ich selbst übernehme Verantwortung und bin gleichzeitig hineingenommen in etwas größeres Ganzes. Ich gebe meinen Anteil dazu und kann, so wie die Gärtner*in, auf das Zusammenwirken der Kräfte setzen, damit etwas Neues entsteht.

Ein neuer Umgang untereinander,

eine neue Atmosphäre in unserer Gesellschaft,

eine neue Hoffnung.

Frieden.

Lied

Komm Herr segne uns, EG 170

Gebet
Achte auf deine Gedanken,

Denn sie werden deine Worte.

Achte auf deine Worte,

Denn sie werden deine Handlungen.

Achte auf deine Handlungen,

Denn sie werden deine Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten,

Denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter,

Denn er wird dein Schicksal.

Jüdische Überlieferung

Ursula Werner, Referentin